Politik & Gesellschaft

Disclaimer: Ich bin Autist, bei mir wurde das Asperger-Syndrom diagnostiziert. Die Signalverarbeitung in meinem Gehirn unterscheidet sich von der neurotypischer Menschen. Das heißt nicht, daß ich keine Gefühle habe (und wie es das nicht heißt, my dear mr singingclub). Es bedeutet (u.a.), daß es sehr schwierig für mich ist, meine Gefühle in Worte zu fassen und so zu kommunizieren, daß NTs1)Neurotypische. Menschen, deren neurologische Entwicklung und Status mit dem übereinstimmen, was die meisten Menschen als normal bezüglich der sprachlichen Fähigkeiten und Sozialkompetenzen betrachten. (Wikipedia) verstehen, was ich ausdrücken möchte. Mißverständnisse zwischen mir und meiner nichtautistischen Umwelt sind mehr Regelfall als Ausnahme. Wenn ich Euch mit diesem Text auf die Füße trete, ist es eher nicht böswillig, sondern ungeschickt. Wenn Ihr möchtet, teilt mir dies mit, damit ich die betreffende Textpassage reflektieren und abhängig vom Schluß, zu dem ich komme, abändern kann.

Und noch ein Hinweis: Dies soll kein wissenschaftlicher Erklärbär-Text über Autismus sein, sondern mir helfen, Erlebtes zu verarbeiten.

Daß ich »anders« bin, weiß ich, so lange ich mich zurück erinnern kann. Vom Asperger-Syndrom hingegen hab ich erst vor ein paar Jahren gehört. Alles, was ich bis dahin von Autismus zu wissen glaubte, hatte ich aus dem Film »Rainman«. Und genau da bin ich schon bei einem der größten Probleme angekommen, das Menschen mit Asperger-Syndrom oder Autismus generell in unserer Gesellschaft haben: Unsere Mitmenschen wissen nichts über Autismus und/oder wollen auch gar nichts darüber wissen. ... weiterlesen

Fußnoten   [ + ]

1. Neurotypische. Menschen, deren neurologische Entwicklung und Status mit dem übereinstimmen, was die meisten Menschen als normal bezüglich der sprachlichen Fähigkeiten und Sozialkompetenzen betrachten. (Wikipedia

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Ich bin Autist. Autist_innen bekommen Overloads. Overloads führen zu Meltdowns und/oder zu Shutdowns. Zu Shutdowns schreib ich ein andermal. Jetzt möchte ich mich darauf beschränken, Euch näherzubringen, wie sich ein Meltdown für mich anfühlt.

Außenstehende nehmen meine Meltdowns wahrscheinlich als Wutausbrüche wahr und halten mich deshalb für einen unbeherrschten Choleriker. Die Wahrheit ist jedoch viel schlimmer. Denn ich verbringe die meiste Zeit meines Lebens damit, Overloads und damit auch Meltdowns zu vermeiden, sofern mir das überhaupt möglich ist. ... weiterlesen

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Ich war in den letzten 15 Jahren Kunde bei etlichen Webhostern. Dabei rangiert Spacequadrat unter den Flop 3. Lest Euch meinen Bericht durch und überlegt Euch gut, ob Ihr das Risiko eingehen wollt, ählich schlechte Erfahrungen mit dieser Firma zu machen, wie ich. ... weiterlesen

Menschen denken. Sie kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, aber sie denken. Auch Kinder denken. Obwohl das nicht überraschend ist, verblüffen mich (meine) Kinder immer wieder mit ihrer Logik und Aufgeschlossenheit, die — wie ich manchmal das Gefühl habe — noch nicht von Schule, Medien und sozialem Umfeld kastriert wurde und deshalb Gedankengänge und Überlegungen erlaubt, auf die Erwachsene nie kommen würden. ... weiterlesen

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…im Gegenteil, sie sind ein Argument gegen die Erhaltung des derzeitigen Ist-Zustandes. Ohne Bewegung, ohne Progressivität kommt man nicht von der Gegenwart in eine hoffentlich bessere Zukunft.

Die Utopie von der ich spreche ist die postgender-Gesellschaft. Dort wollen wir hin. Das schaffen wir aber nicht, indem wir schlicht behaupten, wir wären bereits postgender. Dass wir das nicht sind, ist wissenschaftlich belegbar. ... weiterlesen

Update v. 26.07.2013:

Offensichtlich ist es heutzutage nötig, erstmal über soziale Netzwerke auf den Putz zu hauen. Kurz nach Veröffentlichung dieses Blogeintrags meldete sich Avis via Twitter und meine, wir hätten uns doch nur melden müssen, dann hätte man bestimmt was für uns tun können. Nun ja, wir hatten uns direkt an Avis gewandt. Und Avis hatte ja auch reagiert, indem sie uns nichts außer einem 50-Euro-Gutschein anboten.

Wie auch immer… ... weiterlesen

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Was ist die Aufgabe eines Verkaufsberaters? Richtig, er ermittelt den Bedarf des Kunden und empfiehlt ihm darauf basierend das passende Produkt. Zugegeben, manch ein Verkäufer mag sich bei der Auswahl der angepriesenen Ware vielleicht auch ein wenig von der Staubschicht auf derselben beeinflussen lassen, aber die meisten Verkäufer sind so vernünftig, die Wünsche des Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Schließlich soll der Kunde wiederkommen. Wieder und wieder. ... weiterlesen

Wir leben angeblich in einer Servicewüste. Ach, ja?

Ich bin derzeit als Verkaufsberater im Einzelhandel angestellt und habe somit als Dienstleister täglich mit Kundschaft zu tun. Dabei ist mir aufgefallen, daß es nur eines gibt, an dem es in Deutschland im Dienstleistungsbereich mangelt: Manieren — und zwar leider in den meisten Fällen auf Seiten der Kundschaft. Wer als Verkäufer schlecht behandelt wird, dem fällt es verständlicherweise schwerer, die Motivation zur freundlichen Bedienung aufzubringen, als einem Verkäufer, dem der Kunde anständig begegnet.

Es ist also eher ein Servicewald in Deutschland: Wie der Kunde hineinruft, so schallt es aus dem Verkaufsraum heraus!